HAGA ZUSSA: DIE ZAUNREITERIN

HAGA ZUSSA
Die Zaunreiterin

Ein Auge blickt in die Sonne
das andere schaut in den Mond.
Ein Bein steht fest im Morgen
und eines im Gestern wohnt.

Ein Teil lebt in den Sphären
ein Teil der Erde begegnet,
eine Hand den hohen Himmel
die andre die Hölle segnet.

Im Hier und Jetzt, der Mitte
von allem was sich tut
geh ich langsam meine Schritte
voller Würde, voller Mut.

Im Auge des uralten Drachen,
im Auge des ewigen Sturms
wird Weisheit und Wissen erwachen
und brennen die Fackel des Turms.

Das Licht des heiligen Stabes
erhellet die fruchtbare Nacht.
Die Wärme des heiligen Herzens
den liebenden Unterschied macht.

Sprich mir, oh weises Wasser!
Sprich mir, du Feuers Schein!
Sprich mir, Wind in den Zweigen!
Sprich mir, oh Erde mein!

Sprich mir von dem was war
und was das Morgen mir lohnt,
sprich mir vom liebendem Leben
und sprich mir vom gütigen Tod.

Im Zwielicht, im Schatten
der Zeiten, des Lichts,
auf der Schwelle, dem Zaune
von ALLEM und NICHTS

Auf der Bahre des Todes
im Tunnel des Seins
findest du mich:
MORGEN, JETZT UND DEREINST.

Suche mich nicht, ich finde dich
wenn du nur meinen Namen sprichst.

ULY 12/2015

Bild:

Cerridwen, keltische ErdGöttin von Ernte, Fruchtbarkeit,
Tod und Wiedergeburt

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